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Autor: queerpaf

European Quadball Cup 2026 in Pfaffenhofen

European Quadball Cup 2026 in Pfaffenhofen: Sport, Vielfalt und 380 Euro Spenden für Queer Pfaffenhofen

Ein internationales Sportwochenende in Pfaffenhofen

Am Pfingstwochenende wurde das Gelände des FSV Pfaffenhofen beziehungsweise das Städtische Stadion Pfaffenhofen mit seinen Sportflächen zu einem internationalen Treffpunkt der besonderen Art: Am 23. und 24. Mai 2026 fand hier der European Quadball Cup 2026 Division 1 statt. 24 der stärksten Clubteams Europas reisten nach Pfaffenhofen an der Ilm, um auf den Turnierfeldern um Punkte, Platzierungen und den europäischen Titel zu spielen. Für die Stadt bedeutete das ein Wochenende voller Tempo, Teamgeist, Sprachenvielfalt und Begegnungen weit über den Sport hinaus.

Spendenaktion für Queer Pfaffenhofen

Auch Queer Pfaffenhofen e.V. war vor Ort sichtbar. In Absprache mit den Veranstaltenden wurden während des Turniers Spenden zugunsten unseres Vereins gesammelt. Einen eigenen Stand hatten wir dabei nicht: Das Committee stellte einen Tisch bereit, an dem Give-aways und Merch von Queer Pfaffenhofen gegen Spende erhältlich waren. Am Ende kamen insgesamt 380 Euro zusammen. Dieses Ergebnis zeigt, wie stark sportliche Großveranstaltungen lokale Solidarität stärken können: Menschen kommen wegen des Spiels zusammen – und nehmen zugleich wahr, welche Initiativen sich vor Ort für Akzeptanz, Sichtbarkeit und ein respektvolles Miteinander einsetzen.

Was ist Quadball?

Quadball, früher vielen unter dem Namen Quidditch bekannt, ist heute eine eigenständige, dynamische Kontaktsportart. Gespielt wird mit Elementen aus Handball, Rugby und Dodgeball. Auf dem Feld stehen pro Team bis zu sieben Spielende, die je nach Position unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Einige Spielende versuchen, den Ball durch einen der gegnerischen Ringe zu werfen; andere setzen Dodgeballs ein, um Gegenspielende kurzzeitig aus dem Spiel zu nehmen. Nach einer festgelegten Spielphase kommt zusätzlich die Flag ins Spiel: Eine suchende Position versucht, einer neutralen flagtragenden Person die Flag zu entreißen. Je nach Punktestand kann dieser Moment ein Spiel entscheiden oder noch einmal komplett öffnen.

Ein Sport mit Vielfalt im Regelwerk

Eine der größten Besonderheiten von Quadball ist jedoch nicht nur das ungewöhnliche Regelwerk, sondern die Haltung des Sports. Quadball wird geschlechtergemischt gespielt. Eine Gender-Regel begrenzt, wie viele Menschen desselben Geschlechts gleichzeitig für ein Team auf dem Feld stehen dürfen. Dadurch ist Vielfalt nicht nur ein Begleitwert, sondern Teil der sportlichen Struktur. Gerade deshalb passt Quadball besonders gut zu einem Verein wie Queer Pfaffenhofen: Der Sport verbindet körperliche Intensität mit Fairness, Selbstbestimmung und einer Kultur, in der Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Hintergründe gemeinsam auf höchstem Niveau antreten können.

Ghent Gargoyles holen den Titel

Sportlich endete das Wochenende mit dem europäischen Titel für die Ghent Gargoyles aus Belgien. Die Finalspiele zeigten noch einmal, warum Quadball als schnell, taktisch und überraschend gilt: Ballbesitz kann innerhalb weniger Sekunden wechseln, Treffer zählen unmittelbar, und die Flagphase sorgt bis zum Schluss für Spannung.

Ausblick: gerne wieder in Pfaffenhofen

Für Pfaffenhofen war der European Quadball Cup 2026 damit mehr als ein Turnier. Er war ein Beispiel dafür, wie internationale Sportkultur, lokales Ehrenamt und queere Sichtbarkeit zusammenwirken können. Die Rückmeldung aus dem Umfeld des Events war eindeutig: Die Veranstaltung möchte sehr gerne wieder nach Pfaffenhofen kommen. Für Queer Pfaffenhofen ist ebenso klar: Wenn der European Quadball Cup erneut hier Station macht, möchten wir als mitveranstaltende Organisation aktiv dabei sein.

Danke für 380 Euro Solidarität

Der Dank gilt allen, die gespendet, am Tisch vorbeigeschaut, Fragen gestellt, Merch mitgenommen oder einfach ein freundliches Gespräch geführt haben. 380 Euro sind ein wertvoller Beitrag für unsere Vereinsarbeit – und zugleich ein starkes Zeichen dafür, dass Sport und Vielfalt in Pfaffenhofen gemeinsam Platz haben.

Bildnachweise und weiterführende Links: Die Fotos für den Beitrag stammen von Honeybadger Quidditchpictures und 21 Hoops. Weitere Informationen zu Quadball Europe gibt es auf Instagram und auf der offiziellen Website.

An international sporting weekend in Pfaffenhofen

Over the Pentecost weekend, the FSV grounds and the Städtisches Stadion in Pfaffenhofen, with its sports facilities, became the stage for a truly international sporting event. On 23 and 24 May 2026, the European Quadball Cup 2026 Division 1 brought 24 of Europe’s strongest club teams to Pfaffenhofen an der Ilm. On the tournament pitches, athletes competed for points, rankings and the European title. For the city, it was a weekend full of speed, team spirit, different languages and encounters that reached well beyond the sport itself.

A donation campaign for Queer Pfaffenhofen

Queer Pfaffenhofen e.V. was visibly present throughout the weekend. In agreement with the organisers, donations were collected in support of our association. We did not have our own stand: the committee provided a table where visitors could receive give-aways and Queer Pfaffenhofen merchandise in exchange for a donation. By the end of the event, a total of €380 had been raised. This result shows how major sporting events can strengthen local solidarity: people come together for the games, while also discovering initiatives that work locally for acceptance, visibility and respectful community life.

What is quadball?

Quadball, formerly known to many as quidditch, is now a dynamic sport in its own right. It combines elements of handball, rugby and dodgeball into a fast-paced, tactical contact sport. Each team can have up to seven players on the field at a time, with different positions taking on different roles. Some players try to score by throwing the ball through one of the opposing hoops, while others use dodgeballs to temporarily knock opponents out of play. Later in the game, the flag becomes active: a seeking position attempts to pull the flag from a neutral flag runner. Depending on the score, this phase can decide a match or completely reopen it.

A sport with diversity in its rules

One of quadball’s most distinctive features is not only its unusual ruleset, but also the values built into the sport. Quadball is played as an all-gender sport. A gender rule limits how many players of the same gender may be on the field for one team at the same time. As a result, diversity is not merely a message around the pitch; it is part of the structure of the game itself. That is why quadball connects so strongly with an organisation like Queer Pfaffenhofen: the sport combines physical intensity with fairness, self-determination and a culture where people of different genders and backgrounds can compete together at a high level.

Ghent Gargoyles win the title

On the sporting side, the weekend ended with the European title going to the Ghent Gargoyles from Belgium. The final matches showed once again why quadball is considered fast, tactical and unpredictable: possession can change within seconds, goals count immediately, and the flag phase keeps the result open until the very end.

Looking ahead: a welcome return to Pfaffenhofen

For Pfaffenhofen, the European Quadball Cup 2026 was therefore more than a tournament. It was an example of how international sport, local volunteer work and queer visibility can support one another. Feedback from the event environment was clear: the tournament would very much like to return to Pfaffenhofen. For Queer Pfaffenhofen, the message is just as clear: if the European Quadball Cup comes back, we would like to be actively involved as a co-organising association.

Thank you for €380 of solidarity

Our thanks go to everyone who donated, visited the table, asked questions, took home merchandise or simply shared a friendly conversation. The €380 raised is a valuable contribution to our association’s work – and a strong sign that sport and diversity both have a place in Pfaffenhofen.

Zusammenhalt in Vielfalt: Queer Pfaffenhofen beim Aktionstag in Ingolstadt

Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, fand in Ingolstadt der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Anlass war der Welttag der kulturellen Vielfalt – ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig ein respektvolles, solidarisches und offenes Miteinander für unsere Gesellschaft ist.

Auch Ingolstadt beteiligte sich mit einem vielfältigen Programm. Vor dem Stadttheater wurde das Festival der Vielfalt gefeiert: mit Musik, Begegnung, Mitmachangeboten und Raum für Austausch. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Vielfalt keine Hürde ist, sondern eine Stärke – und dass Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen einander zuhören, sichtbar werden und gemeinsam Haltung zeigen.

Wir von Queer Pfaffenhofen waren gemeinsam mit Queer ver.di, Teilen des queeren Netzwerks der Region und der Stadtdramaturgie Ingolstadt vor Ort und haben ab 18:30 Uhr mit unserem Community-Pavillon über queere Themen informiert. Dabei ging es um Sichtbarkeit, Akzeptanz, queeres Leben in der Region und die Frage, wie wir Diskriminierung gemeinsam entgegentreten können.

Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen weiterhin Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt sind, sind solche öffentlichen Aktionen wichtig. Sie schaffen Begegnung, bauen Berührungsängste ab und zeigen: Queere Menschen sind Teil dieser Gesellschaft – selbstverständlich, vielfältig und sichtbar.

Wir bedanken uns bei allen, die vorbeigekommen sind, Fragen gestellt, Gespräche geführt oder einfach ein Zeichen der Solidarität gezeigt haben. Der Aktionstag hat deutlich gemacht: Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er braucht Menschen, die sich einbringen, Haltung zeigen und Vielfalt aktiv leben.

Denn Vielfalt verbindet – in Ingolstadt, in Pfaffenhofen und überall dort, wo Menschen füreinander einstehen.

Queeres Vernetzungstreffen in Ingolstadt: Gemeinsam mehr erreichen

Ein erster Austausch für die Region 10

Am 22. April fand im Tagtraum in Ingolstadt ein erstes queeres Vernetzungstreffen für Vereine, Initiativen und Engagierte aus der sogenannten Region 10 statt. Zur Region Ingolstadt gehören neben der kreisfreien Stadt Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm. Damit war das Treffen bewusst regional gedacht: Es ging nicht nur um einzelne Orte, sondern um die Frage, wie queere Sichtbarkeit, Unterstützung und Zusammenarbeit in der gesamten Region gestärkt werden können.

Eingeladen hatte Peter Hengl, Sprecher des neu gegründeten Arbeitskreises Queer der ver.di Region Ingolstadt. In seiner Einladung formulierte er den Wunsch, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, voneinander zu lernen und auszuloten, was gemeinsam entstehen kann. Genau dieser offene und respektvolle Ansatz prägte auch den Abend.

Viele Perspektiven an einem Tisch

Teilgenommen haben neben ver.di-queer unter anderem Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, die Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 sowie weitere Initiativen, Gruppen und engagierte Einzelpersonen. Schon diese Zusammensetzung zeigte, wie vielfältig queeres Engagement in der Region 10 bereits ist: Es reicht von Beratung, Community-Arbeit und Selbsthilfe über Kultur und betriebliche Netzwerke bis hin zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass noch nicht alle angesprochenen queeren Organisationen auf die Einladung reagiert haben. Gerade deshalb bleibt die Vernetzung offen: Weitere Gruppen und Initiativen aus der Region 10 sind ausdrücklich eingeladen, sich künftig einzubringen und den Austausch mitzugestalten.

Für Queer Pfaffenhofen war das Treffen eine wichtige Gelegenheit, Kontakte über die Landkreisgrenzen hinaus zu vertiefen und neue Schnittstellen zu entdecken. Gerade in ländlicheren Räumen und kleineren Städten ist Vernetzung besonders wertvoll. Viele Angebote entstehen ehrenamtlich, mit viel persönlichem Einsatz und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Wenn diese Erfahrungen zusammenkommen, können daraus neue Ideen, stärkere Strukturen und mehr Sichtbarkeit entstehen.

Queere Themen in Arbeit, Alltag und Öffentlichkeit

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Frage, wie LGBTQIA+ Menschen im Arbeits- und Berufsleben besser unterstützt werden können. ver.di-queer möchte queere Anliegen in der Arbeitswelt sichtbarer machen und Betroffene bei Herausforderungen oder Diskriminierungserfahrungen stärken. Dabei wurde deutlich: Queere Sichtbarkeit endet nicht an der Bürotür, im Betrieb oder in der Verwaltung. Sie betrifft den Alltag, die Kultur, die Bildung, das Vereinsleben und den öffentlichen Raum.

Im Austausch ging es deshalb auch um die Themen, die die einzelnen Gruppen aktuell bewegen. Welche Erfahrungen machen queere Menschen in der Region? Wo fehlen sichere Räume, niedrigschwellige Informationen oder Ansprechpersonen? Wo gibt es bereits gute Beispiele? Und wo können Organisationen einander unterstützen, statt nebeneinanderher zu arbeiten? Das Treffen bot Raum, diese Fragen offen anzusprechen, ohne sofort fertige Antworten liefern zu müssen.

IDAHOBIT und 1. Mai als gemeinsame Anknüpfungspunkte

Als mögliche gemeinsame Anlässe wurden unter anderem der IDAHOBIT am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, sowie der 1. Mai, der Tag der Arbeit, angesprochen. Beide Termine machen deutlich, wie eng queere Sichtbarkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Solidarität miteinander verbunden sind. Der IDAHOBIT setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, während der 1. Mai die Verbindung von Arbeitswelt, sozialer Gerechtigkeit und Vielfalt sichtbar machen kann.

Der Abend war dabei kein Treffen mit fertigem Maßnahmenplan, sondern ein Auftakt. Im Mittelpunkt standen Kennenlernen, Austausch und die Frage, wie gegenseitige Unterstützung konkret aussehen kann. Gerade das machte den Abend wertvoll: Es entstand ein Raum, in dem Ideen gesammelt, Kontakte geknüpft und gemeinsame Perspektiven entwickelt werden konnten.

Ein Anfang mit viel Potenzial

Das erste queere Vernetzungstreffen in Ingolstadt hat gezeigt, wie groß der Bedarf und zugleich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Region 10 sind. Viele Menschen setzen sich bereits für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung ein – oft an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Schwerpunkten. Wenn diese Arbeit stärker miteinander verbunden wird, kann daraus ein tragfähiges Netzwerk wachsen.

Für Queer Pfaffenhofen war der Abend ein ermutigendes Signal. Queere Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch einzelne Veranstaltungen, sondern auch durch verlässliche Kontakte, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Das Treffen im Tagtraum war dafür ein wichtiger erster Schritt – und hoffentlich der Beginn einer langfristigen, solidarischen Zusammenarbeit in der gesamten Region 10.

Queer networking meeting in Ingolstadt: Achieving more together

A first exchange for Region 10

On 22 April, a first queer networking meeting for organisations, initiatives and committed individuals from what is known as Region 10 took place at Tagtraum in Ingolstadt. The Ingolstadt region includes the city of Ingolstadt as well as the districts of Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen and Pfaffenhofen a.d.Ilm. The meeting therefore had a deliberately regional perspective: it was not only about individual towns, but about how queer visibility, support and cooperation can be strengthened across the whole region.

The invitation came from Peter Hengl, spokesperson for the newly founded Queer working group of ver.di in the Ingolstadt region. In his invitation, he described the aim of getting to know one another, listening, learning from each other and exploring what could be created together. This open and respectful approach also shaped the evening itself.

Many perspectives at one table

In addition to ver.di-queer, participants included Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 and further initiatives, groups and committed individuals. This mix already showed how diverse queer engagement in Region 10 is: it ranges from counselling, community work and peer support to culture, workplace networks and trade union representation.

At the same time, it became clear that not all queer organisations contacted had responded to the invitation yet. This makes it all the more important to keep the network open: further groups and initiatives from Region 10 are warmly invited to get involved and help shape the exchange in the future.

For Queer Pfaffenhofen, the meeting was an important opportunity to deepen contacts beyond district boundaries and discover new points of connection. Networking is especially valuable in more rural areas and smaller cities. Many offers are created on a voluntary basis, with great personal commitment and close to the needs of the community. When these experiences come together, they can lead to new ideas, stronger structures and greater visibility.

Queer issues in working life, everyday life and public space

One focus of the meeting was the question of how LGBTQIA+ people can be better supported in working and professional life. ver.di-queer wants to make queer concerns in the workplace more visible and support people affected by challenges or discrimination. The discussion made one thing clear: queer visibility does not stop at the office door, in companies or in public administration. It also concerns everyday life, culture, education, associations and public space.

The exchange therefore also addressed the topics that currently matter to the different groups. What experiences do queer people have in the region? Where are safe spaces, accessible information or contact points still missing? Where are there already good examples? And where can organisations support one another instead of working in parallel? The meeting created space to address these questions openly, without the pressure to produce immediate answers.

IDAHOBIT and 1 May as shared starting points

Possible shared occasions discussed included IDAHOBIT on 17 May, the International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, as well as 1 May, Labour Day. Both dates show how closely queer visibility, social participation and solidarity are connected. IDAHOBIT sends a clear message against discrimination, while 1 May can highlight the connection between working life, social justice and diversity.

The evening was not a meeting with a finished action plan. It was a starting point. The focus was on getting to know one another, exchanging experiences and asking how mutual support could look in practice. That is exactly what made the evening valuable: it created a space for ideas, contacts and shared perspectives to grow.

A beginning with strong potential

The first queer networking meeting in Ingolstadt showed both the need and the willingness to cooperate across Region 10. Many people are already working for diversity, acceptance and equality – often in different places and with different priorities. If this work becomes more connected, a resilient regional network can grow from it.

For Queer Pfaffenhofen, the evening was an encouraging sign. Queer visibility is not created only through individual events, but also through reliable contacts, trust and a shared willingness to take responsibility. The meeting at Tagtraum was an important first step – and hopefully the beginning of long-term, solidary cooperation throughout Region 10.

Mobile Informations- und Begegnungsstände

Drei Monate nach dem Abschluss der ersten Bürgerengagement-Runde trafen sich die LAG-Managerin Tina Schuler, Bürgermeister Wolfgang Hagl (1. stellvertretender Vorsitzender der LAG) und ein Teil der Vorstandschaft der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm e.V. mit den Maßnahmenträgern der zweiten Runde im Rentamtssaal des Landratsamts, um die Kleinprojekte vorzustellen.

Den Anfang machte Peggy Füssel, die ihre Maßnahme „SVentura – Begegnungsangebote für Trauernde“ der von ihr gegründeten SVentura Trauerhilfe Selbsthilfegruppe als erstes eingereicht hatte. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist wenig Platz für Trauer und den richtigen Umgang mit ihr. Vor allem für Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich eingebunden, familiär verantwortlich und im Alltag gefordert sind, fehlt oft das richtige Format. Hier setzt SVentura an. Es sind viele verschiedene Angebote geplant, die auf die Förderung seelischer Gesundheit, die Unterstützung von Menschen in akuten Krisen sowie die gesellschaftliche Aufklärung im Umgang mit Trauer ausgerichtet sind. Das vielfältige Angebot von Lesungen über Aromatherapie und Yoga bis hin zu verschiedenen Kreativworkshops soll die Menschen in ihrer Trauer abholen und begleiten.

Mit Hilfe der Unterstützung Bürgerengagement wird der FC Schweitenkirchen 1946 e.V. am Sportplatz ein Kiosk mit Lager- und Unterstandsmöglichkeit errichten. So muss Vereinsmaterial nicht mehr privat gelagert werden und ist für die Vereinsmitglieder schneller und leichter zugänglich. „Insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Jugendarbeit, Familienaktivitäten, das Ferienprogramm „Schweidino“ und öffentliche Anlässe wird der „Kiosk FC Schweitenkirchen“ dringend benötigt, um die Verpflegung sicher zu stellen, Sitzgelegenheiten unterzustellen und Witterungsschutz zu bieten“, erklärt Herr Klostermann. Der Kiosk fördert somit nicht nur die Vereinskultur, sondern auch das Miteinander und die Lebensqualität vor Ort.

Die Kommunikations- und Medienkompetenz der Jugend möchten Josef Postel und Verena Zöllner mit dem Verein Bürgernetz Landkreis Pfaffenhofen e.V. stärken. Mit der Maßnahme „Radionauten – Medienkompetenz für Kinder zwischen 9 und 15 Jahre“ sollen spielerisch die Grundlagen journalistischer Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem das Recherchieren von Beiträgen und das Führen von Interviews. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf den richtigen Umgang mit Medien, das Bewerten von Informationen und das kritische Hinterfragen der schon vielfach genutzten KI gelegt werden. In von den Kindern abgehalten Redaktionssitzungen werden Sendeplan und Arbeitsabläufe gemeinsam erarbeitet. Als absolutes Highlight soll das Erlernte unmittelbar im Radiostudio in Livesendungen umgesetzt werden.

Informieren möchte auch der Verein Queer Pfaffenhofen e.V. Zu diesem Zweck kann er nun mit Hilfe der LEADER-Förderung „Mobile Informations- und Begegnungsstände“ anschaffen und sein Angebot landkreisweit ausweiten. Durch die klar erkennbaren, professionell gestalteten Anlaufstellen sollen Hemmschwellen abgebaut und der Wiedererkennungswert gesteigert werden. Der Verein möchte über das Leben queerer Menschen informieren, Aufklärungsarbeit leisten und sich so für ein besseres, respektvolles Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft einsetzen. Die Informations- und Begegnungsstände sollen neben der Informationsarbeit auch für Mitmachaktionen, Dialogformaten und persönlichen Gesprächen bei etablierten Veranstaltungen im Landkreis verwendet werden.

Die Maßnahmen erhalten jeweils eine Unterstützung in Höhe von 90 % der eingereichten Nettokosten, maximal jedoch bis zu 5.000 €. Mit der Umsetzung dieser Kleinprojekte wird das Bürgerengagement-Budget für die aktuelle Förderperiode aufgebraucht.

LAG-Managerin Tina Schuler strahlt: „Das Schöne am LEADER-Projekt “Unterstützung Bürgerengagement“ ist die Vielfalt der Projekte und das Brennen der Maßnahmenträger für ihre Idee. Die Begeisterung der Akteure ist wie immer ansteckend!“ Daher freut sie sich schon auf das Abschlusstreffen in einem Jahr, wenn alle Maßnahmenträger mit Bildern berichten, wie es ihnen ergangen ist.

Hier wird Bürgerengagement sichtbar und ansteckend. LAG-Managerin Tina Schuler (vorne links), LAG-Assistentin Ramona Müller (daneben) und die anwesenden LAG-Vorstandschaftsmitglieder freuen sich mit den Maßnahmenträgern über den Startschuss der neuen Bürgerengagement-Runde. (Bildquelle: Annegret Lange, LAG Pfaffenhofen)

Mehr Glitzer, weniger Gestern!

Rückblick: „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ – Queer Pfaffenhofen zu Gast in München

Am Montag, den 09.02.2026, folgten wir der Einladung ins Lost Weekend Munich. Unter dem motivierenden Motto „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ stand der Abend ganz im Zeichen der kommenden Bürgermeister- und Stadtratswahl in der Landeshauptstadt – und wir waren mittendrin.

Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. war es eine großartige Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen.

Es war ein Abend voller Energie, Inspiration und starker politischer Zeichen. Dass mit Claudia Roth eine der bedeutendsten Stimmen für Menschenrechte und queere Sichtbarkeit vor Ort war, verlieh der Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung. Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. bot dieser Termin die perfekte Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, dass wir gemeinsam für eine offene Gesellschaft einstehen.

Vernetzung und Unterstützung über die Grenzen hinweg

Ein zentrales Thema des Abends war natürlich die Zukunft Münchens. Wir hatten die Freude, uns intensiv mit Dominik Krause, dem Zweiten Bürgermeister von München, auszutauschen. Auch wenn wir als Pfaffenhofener Verein in München nicht stimmberechtigt sind, genießt Dominik unsere volle moralische Unterstützung. Sein authentischer Einsatz für die Community macht ihn für uns schon jetzt zum „Bürgaymeister der Herzen“ – wir drücken ihm für den weiteren Wahlkampf fest die Daumen!

Ebenso herzlich bedanken wir uns bei der fantastischen Vicky Voyage, die den Abend mit ihren scharfsinnigen Texten und einer Show der Extraklasse veredelt hat. Solche kulturellen Beiträge sind essenziell, um queere Themen mit Witz und Tiefgang in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

Besonders gefreut haben wir uns zudem über die wertschätzenden Worte von Florian Siekmann zu unserer Arbeit in Pfaffenhofen. Wir nutzten die Bühne direkt, um die Werbetrommel für unseren nächsten großen Termin zu rühren: Markiert euch den 22.08.2026 fett im Kalender – wir freuen uns auf euch beim CSD in Pfaffenhofen!

© Nils Leon Brauer

Claudia Roth: Eine Kämpferin mit Herz, Verstand und Geschichte

Claudia Roth ist weit mehr als eine Politikerin – sie ist eine Institution für die Menschenrechte und ein unermüdliches Vorbild für die queere Community weltweit. Ihr Weg begann jedoch nicht im Parlament, sondern in der bayerischen und Berliner Kulturszene.

Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften arbeitete sie als Dramaturgin, bevor sie als Managerin der legendären Polit-Rockband Ton Steine Scherben um Rio Reiser Musikgeschichte schrieb. Diese Zeit prägte ihr tiefes Verständnis von Freiheit, unangepasster Kunst und dem mutigen Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.
In ihrer politischen Laufbahn leistete sie wahre Pionierarbeit: Seit ihrem Eintritt bei den Grünen im Jahr 1987 hat sie queere Rechte konsequent in das Zentrum der Demokratiedebatte gerückt. Als langjährige Bundesvorsitzende der Grünen, Vizepräsidentin des Bundestages und heute als Staatsministerin für Kultur und Medien gibt sie der Community eine weithin sichtbare Stimme. Claudia Roth steht für eine Politik der Empathie und zeigt auch bei heftigem Gegenwind klare Kante gegen Diskriminierung. Ihr ehrlicher Einsatz inspiriert uns in unserer täglichen Vereinsarbeit in Pfaffenhofen jeden Tag aufs Neue.

Florian Siekmann: Starke Stimme für ein queeres Bayern

Mit Florian Siekmann durften wir einen Politiker erleben, der als Abgeordneter im Bayerischen Landtag eine neue, engagierte Generation repräsentiert. Florian setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die Anliegen der Community nicht nur in den großen Metropolen wie München Gehör finden, sondern in ganz Bayern ankommen.

© Florian Siekmann

Sein politischer Fokus liegt dabei besonders auf der parlamentarischen Verankerung von Queer-Politik und der Förderung von Beratungs- und Schutzstrukturen im ländlichen Raum.
Er ist eine der treibenden Kräfte hinter dem bayerischen Aktionsplan „Queeres Bayern“ und kämpft leidenschaftlich für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit. Für uns als regionalen Verein ist Florian ein wichtiger Verbündeter, da er die Brücke zwischen der großen Landespolitik und der wertvollen Basisarbeit vor Ort schlägt. Sein Besuch bei unserer Veranstaltung und sein Support für den CSD in Pfaffenhofen zeigen deutlich: Wir kämpfen gemeinsam für ein Bayern, in dem jeder Mensch sicher und willkommen ist.

Vicky Voyage & Dominik Krause: Glanz und Engagement für München

© Mathhew Lutze

Abgerundet wurde der Abend durch die fantastische Vicky Voyage, die mit ihrer erstklassigen Show bewiesen hat, dass Unterhaltung und politische Botschaften perfekt Hand in Hand gehen können. Ihre Texte sind nicht nur unterhaltsam, sondern ein wichtiges Werkzeug für die Sichtbarkeit queerer Kultur.

Ebenso beeindruckt hat uns Dominik Krause, der als Zweiter Bürgermeister von München zeigt, wie moderne, offene Stadtpolitik aussehen kann. Auch wenn wir ihn von Pfaffenhofen aus nicht direkt wählen können, ist sein Einsatz für die Landeshauptstadt ein Signal, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Dominik verkörpert eine Politik, die nah an den Menschen ist und den Mut hat, neue Wege zu gehen – für uns ist er deshalb ganz klar der „Bürgaymeister der Herzen“.

© Andreas Gregor

Fazit des Abends: Der Abend hat gezeigt: Demokraten stehen zusammen! Wir nehmen viel Energie und neue Kontakte mit zurück in die Heimat und freuen uns darauf, den „Glitzer“ in unseren Alltag und die kommende politische Arbeit zu tragen.

„Ich bin Chris!“

Literatur, Musik und Mut: Ein bewegender Abend mit Sven Rühl im WortReich

Ein Abend, der unter die Haut ging: Am 22. November 2025 durften wir im Rahmen einer besonderen Kooperation zwischen Queer Pfaffenhofen e.V. und der Buchhandlung WortReich den Autor Sven Rühl bei uns begrüßen. Mit seinem Debütroman „Ich bin Chris!“ schlug er Brücken zwischen Literatur, Musik und der wichtigen Botschaft für mehr Akzeptanz.

Die Buchhandlung WortReich von Sarah Haberhauer in der Auenstraße bot den perfekten, gemütlichen Rahmen für diese Veranstaltung. Inmitten von Bücherregalen und einer Atmosphäre gelebter Gastfreundschaft fanden sich zahlreiche Gäste zusammen, um der Geschichte des 18-jährigen Chris zu lauschen.

„Ich bin Chris!“ – Mehr als nur eine Coming-of-Age-Story

Sven Rühl las aus seinem bewegenden Roman, der die Identitätssuche und das Coming-out eines jungen Mannes thematisiert. „Ich bin Chris!“ erzählt ehrlich und hoffnungsvoll vom inneren Chaos, der Angst vor Ablehnung, aber auch von den ersten großen Gefühlen. Dabei geht der Autor auch dahin, wo es weh tut: Er thematisiert Mobbing und die Einsamkeit, die viele Jugendliche in dieser Lebensphase verspüren.

Doch Sven Rühl schreibt nicht nur darüber – er handelt auch. Als Initiator der Kampagne #ichbingegenmobbing setzt er sich aktiv dafür ein, Tabus aufzubrechen. Sein Ziel ist es, Jugendlichen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein sind. Diese authentische Haltung war an diesem Abend in jedem seiner Worte spürbar.

Ein musikalisches Ausrufezeichen

Begleitet wurde die Lesung durch ein besonderes Highlight: Der Münchener Künstler Christian Deussen bereicherte den Abend mit seiner Musik. Mit seinem Mix aus Soulpop und modernen Klängen sowie Songs wie „Gut So!“ setzte er ein kraftvolles musikalisches Statement gegen Vorurteile. Die Kombination aus Svens Texten und Christians Stimme sorgte für Gänsehautmomente und unterstrich die Botschaft des Abends: „Du bist gut so, wie du bist.“

Lokal kaufen, Vielfalt fördern

Ein herzliches Dankeschön gilt Sarah Haberhauer und ihrem Team vom WortReich. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere lokalen Buchhandlungen zu unterstützen. Orte wie das WortReich machen Pfaffenhofen lebendig – hier gibt es nicht nur persönliche Beratung, sondern auch Raum für kulturelle Begegnungen und wichtigen Austausch, wie dieser Abend eindrucksvoll bewiesen hat.

Wer das Buch „Ich bin Chris!“ oder weiteren Lesestoff sucht, wird dort garantiert fündig. Kauft lokal – so bleibt unsere Stadt vielfältig und lebendig!

Vielen Dank an Sven, Christian, Sarah und Harald und alle Gäste für diesen inspirierenden Abend!


Mehr erfahren & Unterstützen

📖 Buchhandlung WortReich

Inhaberin Sarah Haberhauer führt mit dem WortReich eine inhabergeführte Buchhandlung im Herzen von Pfaffenhofen. In der Auenstraße 4 schafft sie einen Ort der Begegnung, an dem individuelle Beratung und die Liebe zur Literatur großgeschrieben werden. Ein echter Heimathafen für alle Bücherwürmer und ein wichtiger Partner für unsere kulturelle Vielfalt. 👉 Zur Webseite von WortReich

✍️ Sven Rühl (Autor)

Sven Rühl ist Autor und Herzblut-Aktivist. Mit seinem Debütroman „Ich bin Chris!“ gibt er der queeren Coming-of-Age-Literatur eine neue, ehrliche Stimme. Als Initiator der Kampagne #ichbingegenmobbing nutzt er seine Reichweite, um Schulen und die Gesellschaft für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren und jungen Menschen Mut zu machen. 👉 Mehr über Sven auf svenschreibt.de

🎤 Christian Deussen (Musik)

Der Münchener Sänger Christian Deussen steht für modernen Pop mit Tiefgang. Mit seiner unverkennbaren Stimme und positiven Ausstrahlung ist er ein wichtiger Botschafter der LGBTQIA+-Community. Seine Songs, wie der Mutmacher-Hit „Gut So!“, sind ein Plädoyer für Selbstliebe und gelebte Authentizität. 👉 Hör mal rein auf christiandeussen.de

Max ist Marie

Sichtbarkeit und Akzeptanz: Rückblick auf die Ausstellung „Max ist Marie“

Vom 14. Mai bis zum 15. September 2025 verwandelten sich die Flure des Finanzamts Pfaffenhofen in einen Raum der Begegnung und Aufklärung. Mit der international beachteten Wanderausstellung „Max ist Marie“ holte Queer Pfaffenhofen e.V. ein eindrucksvolles Fotoprojekt in die Stadt, das Vorurteile abbauen und geschlechtliche Vielfalt sichtbar machen sollte.

Den feierlichen Auftakt bildete die Vernissage am 15. Mai. In den Räumlichkeiten des Finanzamts versammelten sich neben den anderen ausstellenden Künstler*innen auch unser Landrat Albert Gürtner sowie zahlreiche interessierte Bürger*innen. Begleitet von einer überaus stimmigen Klavieruntermalung, die der Veranstaltung einen würdevollen Rahmen verlieh, führten verschiedene Laudatios in die Thematik ein.

Eva Ehrensberger, die Leitung des Finanzamts, hieß die moderne Themenstellung in ihrer Behörde herzlich willkommen. Jirka Witschak vom Verein Katte e.V. aus Potsdam (http://katte.eu/), der uns diese bedeutsame Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte, gab Einblicke in die überregionale Relevanz des Projekts. Weitere bewegende und richtungsweisende Worte sprachen Norbert und Bettina von Queer Pfaffenhofen sowie der Stadt- und Kreisrat Rainhard Haiplik (ÖDP).

Die Geschichte hinter den Bildern: Ein Projekt von Kathrin Stahl

Die Hamburger Fotografin Kathrin Stahl schuf mit „Max ist Marie – Mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ ein tief greifendes und sehr persönliches Text-Foto-Projekt. Den Anstoß gab das Outing ihres eigenen Kindes. Aus dem Wunsch heraus, trans* Menschen ein Gesicht zu geben und ihre alltägliche Realität jenseits von Klischees zu zeigen, reiste sie quer durch die Republik. Entstanden sind authentische, ungeschönte Porträts von transidenten Menschen unterschiedlichen Alters. Die eindringlichen Bilder, gepaart mit den ganz persönlichen Texten und Lebensgeschichten der Porträtierten, fordern die Gesellschaft auf, hinzusehen, zuzuhören und festgefahrene Denkmuster zu hinterfragen.

Großer Publikumsandrang und ein wichtiges Signal

Über die gesamten vier Monate hinweg erfreute sich die Ausstellung großer Beliebtheit und konnte während der regulären Öffnungszeiten des Finanzamts besichtigt werden. Ein besonderes Highlight war zudem die Sonderöffnung anlässlich der „Langen Nacht der Kunst und Musik“, die ein breites Publikum anzog und für viele bereichernde Gespräche sorgte.

Ein kleiner Wermutstropfen blieb jedoch: Obwohl wir im Vorfeld alle Schulen im Landkreis Pfaffenhofen persönlich eingeladen hatten, um dieses wichtige Thema beispielsweise im Unterricht aufzugreifen, blieb eine Resonanz von dieser Seite leider komplett aus. Das bestärkt uns in unserer Überzeugung, wie essenziell unsere kontinuierliche Aufklärungsarbeit auch in Zukunft ist.

Bericht in der Lokalpresse

Der Pfaffenhofener Kurier berichtete in einem ausführlichen Artikel über die Ausstellung.

👉 Hier geht es zum Artikel im Pfaffenhofener Kurier

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Wir danken dem Finanzamt Pfaffenhofen, dem Katte e.V. und allen Besucher*innen für einen Sommer, der unsere Stadt ein großes Stück bunter und offener gemacht hat.

Lichtermeer „Die Demokratie braucht DICH!“

Lichtermeer in PAF: Unsere Stimme für die Freiheit

Am Vorabend der Bundestagswahl haben wir gemeinsam mit dem Bündnis „Pfaffenhofen ist bunt“ ein leuchtendes Zeichen gesetzt. Rund 500 Menschen versammelten sich vor dem Rathaus, um mit einem Lichtermeer für Demokratie und Vielfalt einzustehen. Ein riesiges, leuchtendes Wahlkreuz vor dem Portal erinnerte uns alle daran: Demokratie braucht Demokraten – und jede Stimme zählt gegen den Rechtsruck.

Warum wir laut sein müssen

Unser Sprecher Norbert März fand in seiner Rede deutliche Worte. Er zitierte aus dem Programm der AfD und verdeutlichte, wie massiv wir als queere Community unter deren Politik leiden würden. Doch die Kritik galt nicht nur den Extremen: Auch konservative Bestrebungen, hart erkämpfte Rechte wieder einzuschränken, bereiten uns große Sorgen.

„Jetzt sind es erst wir – und wer kommt als Nächstes?“

Statt Rückschritt brauchen wir echten Schutz und Gleichberechtigung. Unter dem Motto „Wähl Liebe“ stehen wir solidarisch mit den 125.000 Menschen, die bundesweit gegen Hass und Hetze auf die Straße gegangen sind.

Generationenübergreifender Zusammenhalt

Das Lichtermeer lebte von der Solidarität zwischen den Generationen, die alle ein gemeinsames Ziel eint:

Historische Mahnung: Evi Müller (Pfaffenhofen ist bunt) schlug die Brücke zur Vergangenheit ihres Vaters, der als junger Soldat die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts miterlebte. Diese Erfahrung machte ihn zeitlebens zum Verfechter der Gleichbehandlung. Evi führt dieses Erbe fort, damit menschenverachtende Ideologien nie wieder als „normal“ verkauft werden.

Die „Omas gegen Rechts“: Brigitte Grimm betonte die Pflicht, für eine Gesellschaft voller Respekt und Freiheit einzustehen. Sie will nicht schweigend zusehen, wie Ausgrenzung wieder salonfähig wird, und mahnte, dass es historisch oft das Bürgertum war, das die Weichen für die Zukunft gestellt hat.

Musikalische Botschaft: Auch die Musik von Barbara Tanze („PAF ist bunt“) und Karin Hoisl-Schmidt („Ruck ma wieda zam“) ging unter die Haut. Ihre Lieder waren ein tiefbewegender Aufruf zum Dialog und ein entschlossenes „Nie wieder!“.

Unser Fazit

Der Abend endete symbolisch mit dem Verlesen zentraler Artikel des Grundgesetzes. Für uns ist klar: Demokratie beginnt im Alltag – durch respektvollen Dialog, das Eintreten gegen Hetze und die Teilnahme an der Wahl.

Ein riesiges Danke an alle Helfenden, die Ordner*innen, die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr sowie die Stadtwerke. Ohne euch und die vielen Menschen auf dem Platz wäre dieses starke Signal nicht möglich gewesen!

LAG Pfaffenhofen

Großartige Neuigkeiten: Förderung für den CSD 2025 zugesagt!

„Die Welt ist bunt“ – unter diesem passenden Motto stand das jüngste Treffen der Leader-LAG Pfaffenhofen. Und für uns von Queer Pfaffenhofen gab es einen ganz besonderen Grund zur Freude: Unser Einsatz für Sichtbarkeit und Akzeptanz wird belohnt!

Am vergangenen Montag hat die Leader-LAG Pfaffenhofen, rund um Managerin Tina Schuler und Wolfgang Hagl, insgesamt 13 Bürgerengagement-Maßnahmen offiziell „den Segen erteilt“. Das Besondere an dieser Förderung? Sie erfolgt, wie Schuler betont, erfreulich „unbürokratisch“.

5.000 Euro für ein buntes Pfaffenhofen

Wir freuen uns riesig bekanntzugeben, dass Queer Pfaffenhofen eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro zugesprochen wurde! Diese finanzielle Unterstützung fließt direkt in die Planung und Gestaltung des Christopher Street Day (CSD) 2025.

„Gegen Ausgrenzung und Hass, für Sichtbarkeit und Akzeptanz: Als Fest für alle Menschen ist der Christopher Street Day in Pfaffenhofen gedacht.“

Mit dieser großzügigen Zuweisung haben wir nun die Mittel, den CSD im kommenden Jahr besonders bunt strahlen zu lassen und ein starkes Zeichen für die gesamte Community und unsere Stadt zu setzen. Ein herzliches Dankeschön an das Team der Leader-LAG für das Vertrauen in unser Projekt!

Den vollständigen Bericht nachlesen

Der Pfaffenhofener Kurier hat ausführlich über die Vergabe der Fördergelder berichtet. Wer tiefer in die Details der verschiedenen Projekte eintauchen möchte, findet den Artikel unter folgendem Link:

👉 Hier geht es zum Artikel im Pfaffenhofener Kurier

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Gedenken in Dachau: Queere Häftlinge im Fokus

Ein bewegendes Zeichen gegen das Vergessen: Exklusive Führung in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Am 29. September 2024 begab sich eine beachtliche Gruppe auf eine ganz besondere und hochemotionale Reise in die Vergangenheit. Auf Einladung von Queer Pfaffenhofen e.V. versammelten sich insgesamt rund 30 Teilnehmer*innen in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Mittelpunkt stand ein Schicksal, das in der allgemeinen Geschichtsschreibung viel zu lange im Schatten stand: das der queeren Häftlinge.

Einzigartige Einblicke und Gänsehaut-Momente

Geleitet wurde die Führung von Patricia Prieto-Soto, die es verstand, die abstrakte Geschichte in greifbare, menschliche Schicksale zu übersetzen. Mit großer Empathie und tiefem Fachwissen brachte sie uns die Lebenswege queerer Häftlinge nahe. Es waren Momente, die für Gänsehaut sorgten – etwa als wir von dem unvorstellbaren Mut und dem oft im Verborgenen geleisteten Widerstand erfuhren, den diese Menschen trotz der grausamen Bedingungen aufbrachten.

Zum würdevollen Abschluss der Veranstaltung legte der Vorstand von Queer Pfaffenhofen e.V. einen Blumenkranz nieder. Damit gedachten wir der Opfer und gaben ein Versprechen für die Zukunft: Wir werden eure Geschichten weitertragen und uns weiterhin für eine Welt ohne Ausgrenzung einsetzen.


ℹ️ Hintergrund: Queere Häftlinge im Nationalsozialismus

Der „Rosa Winkel“

Im Konzentrationslager wurden Häftlinge durch ein System von Stoffabzeichen markiert. Männer, die aufgrund ihrer Homosexualität nach § 175 verfolgt wurden, mussten den „Rosa Winkel“ tragen. Sie standen in der Lagerhierarchie oft ganz unten und waren besonderer Grausamkeit durch das Wachpersonal, aber auch durch Mitgefangene ausgesetzt.

Die Situation in Dachau

Das KZ Dachau war ein Ort systematischer Verfolgung. Homosexuelle Männer wurden hier nicht nur inhaftiert, sondern auch Opfer medizinischer Experimente. Ihre Geschichten von Mut und Selbstbehauptung wurden erst Jahrzehnte später umfassend erforscht.

Verfolgung nach 1945

Ein besonders bitteres Kapitel der Geschichte: Mit der Befreiung der Lager endete das Leid für viele queere Menschen nicht. Während andere Opfergruppen entschädigt wurden, blieb der Paragraph 175 in der Bundesrepublik in seiner NS-Fassung bis 1969 bestehen. Viele Überlebende wurden nach 1945 erneut kriminalisiert. Eine offizielle Anerkennung als NS-Opfergruppe erfolgte erst sehr spät.


Ein Meilenstein für die Bildungsarbeit

Der Erfolg dieses Pilotprojekts spricht für sich: Die Gedenkstätte Dachau hat aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und der Relevanz des Themas bereits signalisiert, die queere Führung fest in ihr Regelprogramm aufzunehmen. Wir sind stolz darauf, diesen Prozess gemeinsam angestoßen zu haben und damit einen dauerhaften Beitrag zur Sichtbarkeit queerer Verfolgungsgeschichte zu leisten.

Wir können jedem nur ans Herz legen, die Gedenkstätte zu besuchen und sich mit diesem Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Die neuen thematischen Führungen bieten eine unverzichtbare Perspektive für unsere heutige Gesellschaft und mahnen uns, täglich für Vielfalt und Toleranz einzustehen.

👉 Weitere Informationen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Wir danken Patricia Prieto-Soto und dem Team der Gedenkstätte für diese wegweisende Zusammenarbeit und die würdige Aufarbeitung unserer Geschichte.

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